Zur Taufe
Klassische Taufe mit übergiessen von Wasser

Wir erläutern die historische Entwicklung zur Taufe, das kirchliche Ritual, Rechte und Pflichten von Eltern und Taufpaten sowie Tipps für Taufgeschenke.

Das griechische Wort für Taufe im neuen Testament lautet baptízein und ist seit der Zeit Platon belegt. Seine Bedeutung ist ein- oder untertauchen. Ethymologisch geht das Wort „taufen“ im deutschen auf das Wort „tief zurück.

Im neuen Testament wird ganz selbstverständlich auf die Taufe eingegangen – sie wird als...

 altbekannt vorausgesetzt

 Riten, die mit Waschungen zu tun haben sind in vielen Religionen bekannt. Auch im Judentum und deren Glaubensgemeinschaften waren entsprechende Traditionen verbreitet. Besonderen Wert wird oft auf eine Reinhaltung des Körpers gelegt.

Taufe und das neue Testament

… erwähnt die Taufe das erste Mal in Zusammenhang mit Johannes dem Täufer. Er tauft im Fluß Jordan. Verbunden mit einem Bekenntnis der Sünden und deren Bereuung soll eine Vergebung der Sünden erreicht werden. Jesus und später auch einige seiner Jünger und Apostel liessen sich von Johannes dem Täufer taufen.

Die Aufforderung zur Taufe

Am Ende des Matthäus-Evangeliums findet sich der sogenannte Taufbefehl:
    „Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Evangelium nach Matthäus 28,18-20

In seiner Pfingstpredigt ruft Petrus alle zur Taufe auf. Er verspricht jenen, die umkehren und sich zur Vergebung der Sünden taufen lassen, dass sie den Heiligen Geist geschenkt erhalten:

    „Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.  Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.“

Apostelgeschichte des Lukas 2,38+39

Die Taufe ist eng mit der Gabe des Heiligen Geistes verbunden. Johannes der Täufer wies auf Jesus Christus hin, der mit heiligem Geist und Feuer tauft (Mt. 3,11 EU). Petrus verkündigte den Geistempfang als Folge der Taufe (Apg. 2,38f). Als der heilige Geist auf den ungetauften Hauptmann Kornelius und anderen Nichtjuden, die sich mit ihm versammelt hatten, fiel, überzeugte es die Judenchristen, dass auch Nichtjuden getauft werden dürfen, weil der heilige Geist auch auf sie ausgegossen wird (Apg. 10,45 EU).

Ziel der Taufe

Die Taufe ist ein Zeichen für das Versöhnungshandeln Gottes. Dem Täufling werden seine Sünden vergeben, er lebt nun in Christus und erhält seinen Anteil an der Auferstehung Christi. Laut Augustin ist die Taufe das Heilmittel gegen die Erbsünde.

Vermutlich wurde im ersten Jahrtausend der Täufling bei der Taufe vollständig ins Wasser getaucht. Im Mittelalter setzte sich das Übergiessen gegenüber dem Untertauchen immer mehr durch.

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