ImageWissen rund um die evangelische Taufe.

Die evangelische Taufe soll auch im Rahmen eines Gottesdienstes erfolgen. Typischerweise wird an der entsprechenden Stelle im Gottesdienstverlauf (vor oder nach der jeweiligen Predigt) zunächst ein Lied zur Taufe gesungen. Darauf folgt die Frage „Willst du getauft werden?“, nach dem Ja wird dann das Apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen.

Da heutzutage in der Regel Säuglinge getauft werden, antworten für den Täufling dessen Eltern und Paten stellvertretend für das Kind auf die Fragen nach dem Taufbegehren und dem Glaubensbekenntnis. Auf die Nachfrage, ob sie auch gewillt sind, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen, sollte die Antwort erfolgen: „Ja, mit Gottes Hilfe!“. Auf die Frage des Liturgen „Wie heißt das Kind?“ wird dessen Name genannt. Ältere Täuflinge (meist ab dem schulfplichtigen Alter) werden stattdessen selbst gefragt, ob sie sich taufen lassen möchten.

Dann wird die Taufe durchgeführt. Hierbei können die Glocken läuten.

Heimgang von der Taufe
Heimgang von der Taufe

In der Regel erhält der zu taufende einen Taufspruch, der ihn sein weiteres Leben begleiten soll. In Erinnerung an das Jesuswort „Ich bin das Licht der Welt“ wird auch häufig eine Taufkerze an der Osterkerze entzündet und mit den Worten „Empfange das Licht Christi“ gereicht, die der Täufling als Erinnerung dann behält. Es folgt die Segnung des Täuflings und der Eltern und Paten. Häufig begrüßt zum Abschluss ein Mitglied des Leitungsorgans (Kirchenvorstand bzw. Presbyterium) der Kirchengemeinde bzw Pfarrei den Täufling als neues Mitglied der Kirchengemeinde.

Die Taufe wird dann mitsamt dem Taufspruch in die Bücher der Kirche eingetragen.

Im Falle der Säuglingstaufe gibt die spätere Konfirmation dem Täufling die Möglichkeit, selbst noch einmal seine Zugehörigkeit zum christlichen Glauben zu bekräftigen.